CeBIT 2004: Goldmedaille für Hamburg
„E-Government in der Metropolregion Hamburg“
Die Freie und Hansestadt Hamburg hat für das gemeinschaftliche
Projekt „E-Government in der Metropolregion Hamburg“ einen
ersten Preis im Wettbewerb „Government in Bundes-, Landes- und
Kommunalverwaltungen“ erhalten, der von den Unternehmen Bearing
Point und Cisco Systems bereits zum vierten Mal unter Schirm-herrschaft
des Bundesministeriums des Innern ausgerichtet wurde.
Die Auszeichnung in der Kategorie „Wirtschafts- und Bürgerdienste“
für das gemeinsame Pro-jekt Hamburgs und seiner benachbarten Landkreise
Nordniedersachsens und Süd-Schleswig-Holsteins nahmen der Landrat
des Landkreises Harburg, Axel Gedaschko, und der Lei-ter des Amtes für
Organisation und Zentrale Dienste der Finanzbehörde, Volker Rachor,
im Rahmen der CeBIT 2004 in Hannover entgegen.
Das Projekt „E-Government in der Metropolregion Hamburg“
Die Jury sieht es vor allem als wegweisend für ganz Deutschland
an, wenn sich die „Metro-pole Hamburg – Wachsende Stadt“
und die 14 Umlandkreise der Metropolregion miteinander vernetzen. Vom
„E-Government in der Metropolregion Hamburg“ werden rund
vier Millionen Menschen in drei Bundesländern (vergleichbar mit
der Fläche von Rheinland-Pfalz) profitie-ren. Bereits ab Herbst
2004 wird ein erster Länder übergreifender E-Government-Service
zwischen den einzelnen öffentlichen Verwaltungen erprobt.
Finanzsenator Dr. Wolfgang Peiner befürwortet den weiteren Ausbau
der bestehenden Kooperation der norddeutschen Länder auf allen
Ebenen. E-Government nimmt dabei für ihn eine zentrale Stellung
ein: „Wir bauen in der Metropolregion Hamburg zügig übergreifende
Verwaltungsnetze mit einer einheitlichen IT-Infrastruktur auf, um effektiv
auf elektronischer Basis zusammenarbeiten zu können. E-Government
ist kein Technikthema, sondern ein Thema für die Menschen, das
an Verwaltungsgrenzen nicht halt macht. Da liegt es nahe, gemeinsame
Projekte mit seinen Nachbarn anzugehen. Das Ziel lautet: Weg von den
zahl-reichen Insellösungen hin zu einem gemeinsamen Vorgehen nach
dem Prinzip ‚Einige für alle’ – immer orientiert
an den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen, aber auch
der öffentlichen Verwaltung. Wir sorgen dafür, dass die Daten
laufen und nicht wie bisher Bürger und Unternehmen.“
Eine Machbarkeitsstudie – online abrufbar unter www.metropolregion-hamburg.de
– hat bestätigt, dass das Projekt wirtschaftlich sinnvoll
und politisch empfehlenswert ist. Technisch müssen dafür ein
„Metropolregion-Netz“ aufgebaut und die bestehenden EDV-Anwendungen
miteinander verknüpft werden. Hierbei können die Beteiligten
auf den öffentlichen IT-Dienstleister Dataport zurückgreifen.
Der Datenaustausch erfolgt über den Einsatz einer im Kreis Bad
Segeberg erprobten Transaktionsinfrastruktur („Verwaltung 2000“).
Der Wettbewerb
Ziel des Wettbewerbes ist es, verstärkt Internet-Technologien für
die Verwaltungsmoderni-sierung zu nutzen, die Qualität und die
Wirtschaftlichkeit des Verwaltungshandelns zu erhö-hen sowie zu
einer größeren Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit zu gelangen.
Eine unab-hängige Jury vergab unter den insgesamt 71 Wettbewerbsbeiträgen
aus Bund, Ländern und Kommunen Preise für jeweils die beste
Konzeption und die beste Realisierung im Bereich „Wirtschafts-
und Bürgerdienste“ (Beziehung Verwaltung zu Kunden) sowie
„Verwaltungsmodernisierung und Bürokratieabbau“ (Beziehung
Verwaltung zu Verwaltung).
Hamburg in Hannover
Hamburgs erfolgreiche E-Government-Strategie und zahlreiche Projekte
sind im Rahmen der CeBIT in Hannover noch bis zum 24. März 2004
(Halle 11, Stand D 72) zu sehen. Im Mittel-punkt der Hamburger Präsentation
steht dabei das „HamburgGateway“, das Tor zur moder-nen
digitalen Stadt. Hamburg stellt damit als erstes Bundesland eine Benutzeroberfläche
für Transaktionen der Bürger und Unternehmen mit der öffentlichen
Verwaltung zur Verfügung. Auch ohne digitale Signatur ist über
das HamburgGateway eine sichere, einfache, kosten-günstige und
massentaugliche Identifizierung möglich: Wer sich einmal registriert,
kann je-derzeit die städtischen Online-Services nutzen. Das HamburgGateway
kann auch in anderen Kommunen und Ländern eingesetzt werden und
leistet damit zugleich einen wichtigen Bei-trag für verwaltungsübergreifendes
E-Government.